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beschummeltes Volk erleichtert das Regieren

von Günter Stanienda

Die Nachfolgerin einer ersten Liebe ist später eine ältere Frau;
sie genießt gereiftes Vertrauen und ist aus Erfahrung schlau!
Dies hat Kutte, der Redner vom Platz der Republik,
der beim Heirats-„Lotto“ immer Letzter blieb,
nun mit seinen reiferen Jahren
mit Genugtuung erfahren.

Man sieht ihn neuerdings zu zweit
und keiner weit und breit
turtelt und tänzelt so auffällig herum,
und seine Ellinor findet es gar nicht so dumm,
wenn er betont altmodisch mit ihr spricht:

„Ich bin ein ganz unbedeutender Wicht,
doch leihe mir altem Tor,
verehrte Ellinor, dein Ohr!
Ich brauche Rat,
suche den rechten Pfad,
will manches neu gewichten
und vor allem das Demokratie-Dickicht lichten
im Dschungel von Versprechungen und Versagen,
hier vorm Reichstag, will Wahrheit und Klartext wagen!“

Dann sprach er so halb für sich: „Die politischen Protagonisten glauben offenbar,
dass wirtschaftlicher Niedergang ökonomische oder
politische und natürlich „weltweite“ Ursachen hat,
wo er doch eine Folge vernachlässigter Ideale, Werte und Grundsätze ist.
Wer die Medien, also die größte öffentliche Gemeinschaft,
Mordredakteuren und Nackteulen überlässt,
sollte sich nicht über fiese Folgen wundern,
sondern sich wegen Begünstigung von Kriminalität und Unzucht
selbst anzeigen! Sexuelle Triebe zum Beispiel bedürfen nicht der Förderung,
sie sind da! Sie öffentlich auszureizen und auszubeuten ist
Betrug an der Normalität – aus billiger Gewinnsucht, vergleichbar mit Bankbetrügern,
die auf der Basis gegenseitiger Geldgier inflationäre Illusionen inszenieren,
indem sie auf die Geilheit der Kundschaft spekulieren!

Kriminelle und sexuelle Energie noch durch Vor-Bilder per Medien
zu „toppen“ i s t Kriminalität, auch weil es diese Übersteigerung
zu Gewohnheitsrecht degradiert! Also entrechtetes Recht, was sich am Ende
selbst rächt! Und sei es durch die pornierten Psychen! Oh, wie rede ich?!“

„Ist schon o. k., Kutte!“

„Aber Ellinor, wozu eigentlich haben wir hoch bezahlte Theologen,
und Pfarrer und Priester, Zehntausende, ungelogen,
wenn nicht mal sie über die moralischen Normen wachen,
sondern wahrscheinlich über mich ‚Moralprediger’ lachen?!
Aber so nimmt alles seinen Lauf. Es regt sich keiner mehr auf!“

„Man gewöhnt sich ans Gewöhnliche, Kutte. Deshalb ist auch klar,
warum man mehrheitlich gegen den strengeren Islam ist und war!
Du kommst mir wie die Politiker vor,
die angesichts des Brandenburger Tor’
alles Mögliche verkünden,
nur über eines nicht reden, über eigene Sünden!

Hast du schon mal von einem Politiker gehört,
der sich über sich selbst empört?
Weil er gelogen, betrogen oder sich gar vergangen hat?
Es gibt nun mal das parlamentarische ‚Sitten-Patt’!“

„Ja, Ellinor, ich könnte so manchen nennen,
den bestimmt viele kennen …
zu viele von unseren Recken
haben ihren Dreck am Stecken!

Und der Weg zu Ehrlichkeit
ist oft masochistisch weit!“

„Kutte, du hebst gern den moralischen Zeigefinger,
aber warst oder bist du koscher, der große Sexbezwinger?
Willst du nicht erst mal ein bisschen beichten,
bitte auch vom Seichten!“

„Nun, da war nicht viel
vorm Kutte-‚Kiel’
und du als Frau
weißt genau,
Männern wird schnell flau,
wenn sie einen Rockzipfel sehen,
und warum selbst Priester flehen:

‚Herrgott! Ist es ein Vergehen,
wenn mich ungewollt die Liebe packt
und der Deibel am Zwickel zwackt?’
Es ist doch kein teuflischer Trieb,
sondern der Urdrang der Lieb’,
der an uns rührt
und warum uns die Frau verführt.

Aber es ist doch Schizophrenie
wie auch ein Stück Ironie,
dass wir uns mit dem Vergnügen
heutzutage meist’ begnügen
und nicht Kind um Kind in die Welt setzen,
stattdessen gegen Großfamilien hetzen,
die mit Hilfe des Staats
kostbare Menschensaat
einbringen, also mit Hilfe, die ‚wir’ geben,
hier für Zukunft sorgen, für neues Leben!

Es muss doch selbst den Dummen und Dumpfen
klar sein, dass die Bevölkerungen schrumpfen –
also ist die nachrückende Generation die einzige Hoffnung der Nation!
Sie muss für die Renten und Kranken ackern und zahlen;
da helfen auch keine verwirrenden Wahlkämpfe mit Wahlen.

Drum ist Klartext gefordert,
aber der wird nicht gern geordert.
Am Ende wird die Geschichte von Genen gestaltet;
das bisherige Denken ist veraltet!

Wir müssen die Grenzen öffnen, und zwar gezielt:
Wer sich genüsslich im Bette sielt,
muss endlich aufwachen
und für die Hemdsärmligen Platz machen!

Da braucht es nicht viel Diskussions-Tamtam,
das Postulat ist ein progressives deutsches P r o g r a m m !
Mitgetragen von den gesellschaftlichen Organisationen
und von den relevanten Religionen:
die Maxime: Moral – total!

Einufern,
nicht ausufern!
Und nicht Albernheit aus TV-Konserven
mit komischen Bartträgern, die nerven!“

„Kutte, die intellektuellen Eliten
nebst politischen Nieten
beschäftigen sich gern mit Nebenschauplätzen;
da können sie gefahrlos die Messer wetzen
und haben stets ein dankbares Publikum,
denn das kriegt gern die Zeit mit Streit-‚Kultur’ rum.

Da geht’s zum Beispiel um Zukunftsfragen wie Wortreform:
‚Gläubiger i n n e n’ oder „Katholik i n n e n’ klingt ja enorm!
Warum nicht gleich Wegfall aller Doppelkonsonanten
oder Wegfall aller Grenzmarkierungen in Atlanten …?

Und stat statt statt und schlim statt schlimm –
Moderatoren brauchen solchen Klimbim.“

„Ja, Ellinor, bei der Moral hat man’s ja schon geschafft:
Wer hätte vor paar Jahren gedacht,
dass man nicht nur den Dr. phil., sondern auch den Dr. pädophil machen kann?
Und dass man über Jugendschutz lacht?!

Da belecken Flittchen und Freier ihre nackten Klafter
und machen Jugendliche glauben, die Liebe ist Appendix vom After.
Verzeihe, Ellinor, diese kesse Lippe,
ich bin halt eine männliche Xanthippe!
Sage mir überhaupt mal, und zwar nicht ungefähr,
was für Männer in Zukunft das Richtige wär’?
Du bist als Frau – von H e r z e n schlau!
Was haben wir falsch gemacht
und was hätte man sich anders gedacht?
Warum ist Freiheit so verkommen?
Wie konnte es dazu kommen?“

„Warum? Kutte! Es fehlen die Frommen.
Jene, die Vorbild sind
für Promis – u n d das Kind!
Jene, die mutig u n d demütig sind
und nicht ihr Mäntelchen hängen je nach Wind,
sondern beweisen, dass sie glaubhaft sind!“

„Also war und bin ich nicht Manns genug?
Ich predige doch immer schon gegen Lug und Trug.
Doch Mahner werden ausgelacht,
denn sie besitzen keine weltliche Macht!“

„Aber für sie, mein Lieber, wird das Himmelslicht entfacht!
Und sie allein erblicken mal Gottes Thron;
das ist ihr Lohn,
da können sie sehen, wie man im Himmel lacht:
Es kichern zum Beispiel die Engel schon lange,
weil Menschen von jedwedem Range
ohne Scheu und Bangen
nach Lust verlangen,
nachts ganz leis’ die lustigen Nackedeis
in Fernsehen und Internet begaffen,
wo Flittchen mit haarlosen Affen
Bett- und Boden-Turnen veranstalten
(sogar mit Bildern von geilen Alten).

Man kann Unzucht sogar aufs Handy schalten!
Die Leute, die ungeniert, die Körper bekliert,
aber vergeblich das Verlorengegangene suchen,
werden sich am Ende selber verfluchen!“

„Ellinor, wir sind Opfer der Zeugungstriebe,
aber zeugen kaum und sind unwillig zu geduldiger Liebe.
Du hast den siebenten sexuellen Sinn!
Der ist der Frauen Gewinn!“

„Im Grunde sind wir Weiber schuld! Zu frech geworden!
Womit wir die Gefühle morden!
Ich sage dir, Mann,
du und ihr müsst wieder ran!
Denn das tolle irdische Treiben ist auch für droben ein Vergnügen,
warum sollten wir uns selbst belügen.

Machen wir mit
beim Schicksalsritt!“
„Du als Frau, hast du im Koran gelesen?
Denn da ist was bei Google drin gewesen!
Mohammeds Ausspruch, der recht deutlich ist,
den kein Muslim jemals vergisst,
und der ist recht verwegen:
‚Eure Körper sind eure Reittiere, ihr müsst sie gut pflegen!’“

„Ich weiß, Kutte, dass der Prophet sportlich war,
ein guter Ringer, der mit seinen Frauen ‚joggte’, fürwahr!“

„Im Internet wird er mit den Worten zitiert:
‚Was ich am meisten für meine Gemeinde fürchte,
ist ein dicker Bauch und die Vorliebe für den Schlaf und die Faulheit.’
Ich nehme mir, pardon, Ellinor, nun die Freiheit
zu fragen, hat der Leidensmann, den wir doch lieben,
hat Jesus jemals Sport getrieben? Sag’ mal, Ellinor!“

„Moment, ich sehe bei Google nach!
O was für eine Christen-Schmach:
Mohammed sagt: ‚Vor Gottes Anblick ist der starke Gläubige
wertvoller als der Schwache.’
Also ist Religiosität auch V i t a l i t ä t!“

„Dann wäre es doch, Ellinor, besser gewesen,
wenn wir statt abendlicher Fernseh-Talk-Thesen
freimütig für familiäre Zeugung Reklame machten,
statt dass nachts bezahlte Bildschirm-„Bumser“ schmachten!
Es gibt keine Reklame für Pillen- und Präservativ-V e r z i c h t!
Es ‚liebt’ sich leichter im roten Licht!
In Sachen Scheinheiligkeit
herrscht christliche Einigkeit!“

„Ja, Freiluft-Prediger, die Kirchen mischen sich gern politisch ein –
aber sie k ä m p f e n nicht fürs Mutter-Kind-Sein!“

„Madame! Die Geistlichkeit hat zum medizinischen Massenmord geschwiegen!
Es braucht keine Fachausschüsse und Gutachten,
um das ungeborene Leben zu achten!
Der Talar darf nicht Versteck sein oder Tarnung – dies sei eine Warnung!
Und die kommt manchmal – von oben.

Man sagt: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!
Wir sollten Flagge zeigen, aber erst mal die eigene weiße Fahne hissen!
Jesaja dürfte schon längst unsere R e u e vermissen.“

„Sei getrost Kutte, bald k o m m e n
die g a n z Frommen!
Strenge Glaubenskrieger jedenfalls,
oder gar die Ajatollahs des Alls!
Die reden nicht viel und fackeln nicht lange –
mit Recht wird es den Schwätzern schon bange:
Denn dann ‚dirigiert’ der Rohrstock wieder
in der Schule der Nation, ganz bieder –
aber vice versa! Die Politiker müssen nachsitzen,
und die Schüler werden unterrichten, dass die Pädagogen schwitzen!“

„Da hätte ich, Ellinor, für diese Hilfsschule der Nation
paar Nachhilfe-Aufgaben schon:
Wie können es die Volksverantwortlichen wagen,
bei Personalabbau im Sicherheitsbereich zu sagen,
‚wir müssen sparen’, was sie doch milliardenfach nicht tun!
Das ist verlogen, da lacht jedes einzelne Huhn!
Sollten wir es wagen, sie anzuklagen
wegen Begünstigung von Kriminalität
und Arbeitslosigkeit
sowie Förderung von demokratischer Depression
bei und nach den Wahlen in unserer Nation!?“

„Lieber, guter Kutte! Ein gut beschummeltes Volk erleichtert das Regieren!“

„Aber am Ende, Elli, läuft es bald auf allen vieren!“
„Kutte, wir sollten gemäß den alten Riten
‚die Pille’ nebst Abortion verbieten
und dem Volk die bittere, aber bessere Pille verpassen,
dass wir es wieder bei den guten alten Sitten belassen!“

„Hört sich von einer modernen Frau sehr konservativ an!
Vielleicht ist wirklich was am strengen Kalvinismus dran!“

„Dafür bist du der richtige Mann! Spirituellen Grund-Bedarf abdecken!
Das R i t u e l l e regeln! Und nicht immer das Psychogejammer wecken!“

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