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Die Bundestags-Brache

Guenter Stanienda (Zotenreisser)

(Foto: stj)

Berlin, 26.04.2010.
Immer wenn Kutte am Reichstag in die Runde schaut,
fragt er sich und andere, warum man nicht weiterbaut:
metallene Zypressen, wie Kirchtürme hoch,
schlank und farbig, aber kein Moloch,
als Zeichen der Verbindung zwischen Kanzleramt
und dem Parlaments-Komplex insgesamt.
„Meinetwegen auch ein Minarett dabei!
Da gibt es kein Geschrei;
denn Architektur ist frei!
Wie wär’s mit einer Bonhoeffer-Säule,
nicht als ‚Erinnerungs-Keule’,
sondern als ökumenischer Treffpunkt für Christen,
die bisher zu Recht eine Kirche in der Nähe vermissten!
Die Vergangenheit darf nicht vergammeln,
aber lasst uns für die Gegenwart sammeln!“
Kutte will eine öffentliche Diskussion beginnen –
Dies sollte ihm auch bald gelingen!

Kutte löckt gegen den Stachel
Kutte hat zwar kein Mandat,
gibt aber gerne einen Rat –
und ist manchmal ziemlich spitz,
ein bisschen so wie jüdischer Witz:
„Reporter wissen meistens, was im Parlament läuft,
auch, ob ein Parlamentarier fremdgeht oder säuft,
und welche Abgeordneten aus der Reihe tanzen –
Reporter brauchen keine IM oder Wanzen,
sie plappern meistens alles nach;
dies ist im Grunde eine journalistische Schmach.
Denn sie könnten Ideen verbreiten
und Abgeordnete zu brisanten Themen verleiten!“
So sprach Kutte heute vor seinem Publikum
und stimmte vielleicht so manchen um:
„Wir sind undankbar gegenüber früheren Bündnisgenossen!
Es hat gewiss Italiener, Japaner und Türken verdrossen,
dass wir ihnen einen Weltkrieg eingebrockt haben
und nicht mal aufkamen für den Schaden.
Schließen wir uns doch noch einmal zusammen!
Das wäre Treue
mit einem „Schuss“ Reue.
Und Vitalität
statt Finanzkalamität!“

O gab es da Zurufe! „Duce, Duce, Achsenmächte! ...
Es grüßt die neue deutsche Rechte!“,
riefen zwei rotgetönte „Gören“.

Aber Kutte ließ sich nicht betören:
„Auch sollte man enger mit Staaten kooperieren,
die besonders durch deutsche Einwanderung brillieren!
Die Auswanderer an ihre Wurzeln erinnern,
vielleicht gibt’s da Heimweh im Innern!
Von Pionieren kann man lernen,
nicht bloß von den Internen
und auch kaum von Luxus-Reisen!
Wir hofieren die Wirtschaftsweisen.
Was sagen die n o r m a l e n Weisen?
Jene, die Erfahrung wagen!
Lassen wir uns von denen was sagen!“
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Von Guenter Stanienda