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Fussball-Wettskandal

Zwischenmahlzeit Heuschrecke

"Schmeckt gar nicht so schlecht, einfach ölig knusprig." (Bild: mcpusch.de)

23.11.2009. Die Entrüstung der Funktionäre ist teilweise scheinheilig. Die staatliche Legitimierung der Wettgeschäfte fördert doch erst Geldgier, Arbeitsscheu und Verwahrlosung der Menschen. Krankhafte Finanzspekulanten werden vom Staat zu Recht angeprangert, der sich im Handumdrehen aber selbst wie die vielzitierte Heuschrecke fehlbenimmt. Die Folgen der Spielsucht in Form von ruinierten Existenzen, psychisch Abhängigen und Kranken ist den Beteiligten letztlich egal, weil der Staat und die Verbände damit in großem Stil legale Geldwäsche betreiben. Gleichermaßen verlogen sind Sprüche wie „Keine Macht den Drogen“, wenn zugleich bei jeder Fußball-Spielpause im TV für Alkoholgetränke geworben wird, an deren „sportlichen Genuss“ so viele Menschen elend zugrunde gehen. Wer wundert sich da noch über scheinbar grundlose Sauforgien unter Kindern und Jugendlichen? Ein Wort noch dazu: Wettgelder sind kein ehrlich verdientes Geld, sondern nichts anderes als schmutzige Spekulationsgewinne.

Achim Wolf
E-Mail: achiwo@gmx.net
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(Bild: Zwischenmalzeit Heuschrecke: http://www.mcpusch.de/2005/06/» zwischenmahlzeit-heuschrecke)

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