Trümmerfrauen geehrt: Frauen der Stunde null

"Nur eine Berlinerin" - Frauen der Stunde Null

(Foto: Angelika von Stocki) Trümmerfrauen (von links nach rechts): Gerda May, Jahrgang 1923, Thea Walter, Anni Liebelt, geboren am 24.4.1930, Gisela Stange, 1929 und Hildegard Nitschke, Jahrgang 1919 sowie Christine Razum, geboren 1923 wurden vom Bundespräsidenten Christian Wulff eingeladen.



Deutsche Trümmerfrauen in Berlin geehrt

Von Angelika von Stocki (Fotografin)

Berlin, 23.11.2011. Alle sechs Damen erschienen entsprechend des Alters in einem Top Zustand. Bundespräsident Christian Wulff (CDU) empfing die Vertreterinnen der Generation Deutsche-Trümmerfrauen, am 23. November, in seinem Amtssitz Schloss Bellevue. Die zwischen 81 und 92 Jahre alten Damen sind sehr beeindruckende Persönlichkeiten. Meine noch lebende 95-jährige Mutter ist auch eine Zeitzeugin aus der Zeit des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg.
Alle sechs Damen haben Ihre Teile ihrer Lebenserfahrungen niedergeschrieben in dem Buch von Antonia Meiners mit dem Titel "Wir haben wieder aufgebaut", Frauen der Stunde null erzählen. http://bilder.buecher.de/zusatz/32/32655/32655866_lese_1.pdf

Die 81-jährige Anni Liebelt gewann 2010 die Goldmedaillen bei den Nationalen deutschen Seniorenmeisterschaften im Tischtennis. http://www.tsg-wehrheim.de/Tischtennis/2010/seniorenmeisterschaften/index.html

Gisela Stange, geboren 1929 in Berlin, auf dem Foto rosafarben gekleidet, ist ebenfalls sehr aktiv. Sie schrieb ihre Lebenserinnerungen und Erfahrungen von 1929 bis 2004 auf: "Nur eine Berlinerin". http://www.gisela-stange.de/

Der Titel der Reihe stammt aus der in dieser Zeit typischen Einteilung der Menschen in bestimmte Kategorien. So wurde immer wieder gefragt: "In welche Kategorie gehören Sie?". "Nur eine Berlinerin!" war stets die Antwort von Gisela Stange. Die Buchreihe liegt in vier Bänden vor: „Die heile Welt in der Familie“ von 1929 bis 1939. Band zwei heißt: “Der verdammte Krieg“, Erfahrungen zwischen 1939 und 1945. Der dritte: „Neues Leben wächst aus den Ruinen“, handelt über die Zeit von 1945 bis 1989. Der bisher letzte vorliegende Erfahrungsbericht: „Ruhestand-Unruhestand“, erzählt von ihren Erfahrungen des Zeitgeschehens von dem Deutsch-Deutschen Wendejahr 1989 bis 2004.

Als Zeitzeugin ist die Autorin Stange durch ihre Soziallaufbahn bekannt, in der sie als Erzieherin, Sozialarbeiterin und 1978 als Diplompädagogin für Erwachsenenbildung an der FU Berlin jeweils berufsbegleitend ihre Examen machte und 1989 als Sozialrätin pensioniert wurde. Seit 1945 engagiert sich Gisela Stange ehrenamtlich bei Verbänden, Gewerkschaften und in Ausschüssen und Beiräten.

Christine Razum studierte Theaterwissenschaften ab 1946 in Erlangen und arbeitete als Schauspielerin.



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